Xavier mit der Reolink Solar Floodlight Cam

Reolink Solar Floodlight Cam: mein erster Eindruck fürs Haus

Sicherheit & Überwachung Xavier 8 min

Was mir an dieser Reolink fürs Haus gefällt, würde mich im Wohnmobil eher stören: ihre Scheinwerfer. Einen Eingang beim Heimkommen zu beleuchten, finde ich sinnvoll. Einen leeren Innenraum während unserer Abwesenheit auszuleuchten, begeistert mich deutlich weniger.

Ich habe Dutzende Reolink-Kameras getestet. Diese Solar Floodlight Cam habe ich allerdings noch nicht in der Hand. Ich stelle sie deshalb anhand ihrer technischen Daten und meiner Erwartungen vor. Vielleicht schickt Reolink sie mir noch. Bis dahin kann ich dir sagen, was mich interessiert, wo ich Zweifel habe und wo ich sie einsetzen würde.

Die Präsentation ist auf Französisch; der folgende Artikel berücksichtigt den deutschen Markt.

Offizielles Reolink-Bild: Eine Garageneinfahrt wäre für mich ein möglicher Standort.

Über der Garage oder in der Nähe des Eingangs sehe ich einen Platz dafür

Du kommst im Winter nach Hause, es ist dunkel, und du suchst am unbeleuchteten Eingang nach dem Schlüssel. Eine Kamera, die dabei das Licht einschaltet, hilft ganz praktisch. Über dem Garagentor könnte sie auch die Einfahrt beleuchten, wenn du mit dem Auto ankommst.

Sie macht außerdem sichtbar, wenn sich jemand dem Haus nähert. Das Licht kann abschrecken und hilft dir, vor dem Öffnen die Umgebung zu sehen. Die Kombination aus Überwachung und Beleuchtung desselben Zugangs gefällt mir. Sie garantiert aber nicht, dass ein Einbruch verhindert wird.

Schau dir die Fassade an, bevor du bohrst. Reolink empfiehlt eine Montage 2 bis 3 Meter über dem Boden. Der Bewegungsmelder reagiert besser, wenn jemand seinen Erfassungsbereich seitlich durchquert, als bei direkter Annäherung. Weil das Solarmodul an der Kamera sitzt, kann ein tiefes Vordach ungünstig sein.

Für die Montage in Deutschland gehört auch der Datenschutz zur Standortwahl. Richte die Kamera möglichst ausschließlich auf deinen eigenen privaten Bereich aus; Gehwege, die Straße und Nachbargrundstücke sollten außerhalb des Bildes bleiben. Wenn solche Bereiche erfasst werden, greifen zusätzliche datenschutzrechtliche Anforderungen. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht erläutert die Abgrenzung. Prüfe den tatsächlichen Bildausschnitt vor der dauerhaften Nutzung; ein großer Blickwinkel macht das besonders wichtig.

Ein integriertes Solarpanel, mit beiden Seiten der Medaille

Das integrierte 3-W-Solarmodul hat mich zuerst neugierig gemacht. Es sitzt direkt über der Kamera. Du montierst eine Einheit, ohne eine zweite Halterung anzubringen oder das Kabel des mitgelieferten Moduls an der Wand entlangzuführen.

Mit einem getrennten Solarmodul kannst du die Kamera passend ausrichten und einige Meter weiter einen sonnigen Platz suchen. Hier muss derselbe Standort für beides passen. Du gewinnst eine einfachere Montage und verlierst Freiheit bei der Sonnenausrichtung. Beides gehört zur Entscheidung.

Ein Beispiel: Du möchtest die Kamera im Inneren der Garage und das Modul draußen haben. Das integrierte Modul ist fest und lässt sich nicht abnehmen. Reolink nennt allerdings den Anschluss eines zusätzlichen externen Solarmoduls. Mit diesem Zubehör lässt sich der Fall prüfen. Die Einheit allein löst ihn nicht.

Offizielle Reolink-Bilder: das integrierte Modul und die Wandhalterung.

Das Modul sieht ein bisschen aus wie eine kleine Kappe. Sonnenbrand bekommt die Kamera damit wohl nicht – der musste sein. Ernsthaft: Daraus leite ich keinen besseren Schutz gegen Regen oder Hitze ab. Reolink nennt IP66 und einen Betriebstemperaturbereich von −20 bis +55 °C.

Eine Stunde Sonne pro Tag: Ich würde einen Puffer einplanen

Reolink nennt einen Akku mit 7.800 mAh und bis zu drei Monate Laufzeit. Für den Solarbetrieb empfiehlt die Marke mindestens eine Stunde direkte Sonne täglich. Ich würde Spielraum einplanen. Eine ruhige Haustür und eine häufig genutzte Einfahrt mit ständig einschaltenden Scheinwerfern verbrauchen nicht unbedingt gleich viel.

Gerade für eine Montage in Deutschland würde ich die Wintersonne prüfen: kurze Tage, tief stehende Sonne und Dachschatten können den Ertrag am selben Standort verändern. Die vom Hersteller genannte Stunde direkter Sonne ist eine Empfehlung unter passenden Bedingungen, keine Zusage für jeden Wintertag. Die drei Monate Akkulaufzeit sind ebenfalls eine Herstellerangabe, kein von mir gemessener Wintertest. Beobachte den Akkustand am geplanten Standort und plane bei Bedarf eine USB-C-Ladung ein.

Überwachung verfügbar und kontinuierliches Video sind zwei verschiedene Dinge. Diese Solar Floodlight Cam zeichnet bei Ereignissen auf. Die drei angekündigten Monate repräsentieren nicht drei Monate 24/7-Video, noch dass die Flutlichter kontinuierlich eingeschaltet sind. Auch eine USB-C-Aufladung ist vorgesehen.

Die Flutlichter können die Katze vom Auto unterscheiden

Die beiden Scheinwerfer liefern laut Hersteller zusammen bis zu 1.000 Lumen. Helligkeit und Farbtemperatur von 3.000 bis 6.000 K sind einstellbar. Du kannst wärmeres Licht am Eingang oder kühleres Weiß wählen. Die tatsächlich beleuchtete Fläche habe ich noch nicht gesehen; eine Gartengröße dafür erfinde ich dir nicht.

Mich interessiert vor allem die Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Tieren. Bei mir soll das Licht angehen, wenn jemand oder ein Auto ankommt. Nicht jeder Ausflug der Katze muss zur Einweihung eines Stadions werden.

Wichtig ist die Trennung der Einstellungen: Wenn du Benachrichtigungen für Tiere abschaltest, verhinderst du damit nicht unbedingt das Einschalten der Scheinwerfer. Der allgemeine Beleuchtungsmodus beim Aufwachen des Bewegungsmelders kann weiter auslösen.

Die Reolink-Dokumentation beschreibt dafür: den allgemeinen Modus Floodlight auf Close setzen, danach Light Alarm für Personen und Fahrzeuge aktivieren und Tiere ausschließen. Der PIR bleibt aktiv. Die Bezeichnungen können je nach App-Sprache abweichen. Genau diese Einstellung möchte ich in der Praxis prüfen, auch bei direkter Annäherung an die Kamera.

Infrarot-Nachtsicht mit angekündigten 10 Metern Reichweite bleibt verfügbar. Die Scheinwerfer ermöglichen Farbaufnahmen und lassen sich abschalten. Licht und Sirene würde ich passend einstellen. Licht beim Heimkommen gefällt mir; eine Sirene bei jeder Rückkehr eher weniger.

Ein weiter Winkel, um mit einer einzigen Kamera zu überwachen

Die Kamera liefert 2K mit 2.560 × 1.440 Pixeln und bis zu 15 Bildern pro Sekunde. Reolink nennt 124,5° horizontal und 150,5° diagonal. Das kann interessant sein, um einen Eingang und Teile seiner Umgebung mit einer Kamera zu erfassen.

Vergleiche zwischen Modellen müssen denselben Winkel betrachten: 150,5° ist hier nicht die horizontale Bildbreite. Ein großer Blickwinkel sagt auch noch nicht, in welcher Entfernung ein Gesicht erkennbar bleibt. Das möchte ich an tatsächlichen Aufnahmen prüfen.

Abmessungen 101.5 x 264 x 161.2 mm
WLAN ✓
Anwendung ✓
Garantie 2,00 an
Betriebstemperatur -20 to +55
LED-Beleuchtung ✓
Schutzklasse IP66
Ladetemperatur 0 to +45 (solar charging)
Horizontales Sichtfeld 124.5°
Vertikales Sichtfeld 69.6°
Diagonales Sichtfeld 150.5°
Leistung des Solarpanels 3,00 W
Panel-Typ Built in, fixed, neither detachable nor replaceable
Anzahl der enthaltenen Panels 1,00
Anschlüsse USB-C (5 V / 2 A charging), microSD slot
Videoauflösung 4,00 MP
Nachtsicht 850 nm IR up to 10 m; colour with the floodlights on
Intelligente Erkennung People, vehicles and animals; PIR up to 10 m, 150°
Konnektivität Wi-Fi 6, 2.4/5 GHz; WPA/WPA2/WPA3
NVR-kompatibel ✓
Speicher microSD up to 512 GB; Home Hub; compatible NVRs; FTP
Audio Built-in mic and speaker, two-way; siren rated 110 dB
Videokomprimierung H.264 / H.265
Sensorgröße 1/3 inch CMOS
Max. Videoauflösung 2560 x 1440; 10-15 fps (15 by default)
Akkulaufzeit 3 months claimed; depends on use; 7,800 mAh battery
Speichererweiterbarkeit Reolink Home Hub, Home Hub Mini/Pro and NVRs supported
Funktionen der App Live view, playback, notifications, light control; critical alerts on iOS once authorised
Installation und Anschluss Exterior wall, 2-3 m recommended height; direct sun and Wi-Fi coverage needed
Xavier

Ich bin Xavier

Ich teste Ausrüstung über Monate, im Van und im Alltag, und sage klar, was nicht taugt. Wenn Ihnen das einen Fehlkauf erspart, lassen Sie mir Ihre Adresse da.

MicroSD, Home Hub oder NVR: Ich mag die Wahl des Speichers

Du kannst auf einer microSD bis 512 GB speichern, einen kompatiblen Home Hub wie Home Hub Mini oder Home Hub verwenden oder die Kamera an einen kompatiblen Reolink-NVR anbinden. Der NVR ist der Recorder, der mehrere Kameras zentral verwaltet. Prüfe Hardwaremodell und Firmware, bevor du die Kompatibilität voraussetzt.

Damit brauchst du für die lokale Speicherung kein Cloud-Abonnement. Für eine einzelne Kamera kann microSD reichen. Bei mehreren würde ich den Home Hub ansehen. Ich habe ihn getestet und finde die zentrale Verwaltung praktisch, ohne gleich eine NVR-Anlage aufzubauen. Mehr dazu steht in unserem Artikel zum Reolink Home Hub.

Die Kamera nutzt WLAN mit 2,4 oder 5 GHz und unterstützt Wi-Fi 6. Sie ist kein 4G-Modell. Am Montageplatz muss dein WLAN zuverlässig ankommen.

Die App, Benachrichtigungen und die Möglichkeit zu antworten

Die Reolink-App schätze ich schon bei den Modellen, die ich genutzt habe. Livebild, Ereignisse und Benachrichtigungen gehören dazu. Mit Mikrofon und Lautsprecher kannst du hören und mit der Person vor der Kamera sprechen. Beachte bei Tonaufnahmen die Rechte anderer Personen.

Interessant sind auch kritische Hinweise: Auf dem iPhone können sie mit den notwendigen Berechtigungen trotz lautloser Einstellung hörbar sein. Diese für iOS dokumentierte Funktion würde ich nicht unverändert für jedes Android-Telefon versprechen.

Warum ich sie nicht für den Wohnmobil-Innenraum wählen würde

Hier geht es auch um Vanlife, und wir haben mehrere Artikel und Videos zu Kameras für das Wohnmobil gemacht. Diese Kamera interessiert mich jedoch vor allem fürs Haus.

Nachts sieht man einen beleuchteten Raum besser. Wenn die Scheinwerfer in einem leeren Wohnmobil angehen und die Fenster nicht abgedeckt sind, können sie gerade zeigen, dass niemand da ist. Was vor dem Garagentor hilft, kann im Innenraum nachteilig sein.

Du kannst die Beleuchtung abschalten und Infrarot nutzen. Wenn du die großen Scheinwerfer aber nie brauchst, würde ich zuerst unauffälligere Modelle aus unserer Auswahl für Wohnmobile vergleichen. Es geht um den passenden Einsatz, nicht darum, dass die Kamera technisch unmöglich in ein Fahrzeug passt.

Die Solar Floodlight im Vergleich zur Elite und TrackFlex

Die Solar Floodlight ist die Akkuvariante mit integriertem Solarmodul. Die Elite Floodlight WiFi, die mich optisch an die Argus 4 Pro erinnert, ist ein anderes Modell: zwei Objektive, 180° horizontaler Blickwinkel, 8 Megapixel und angekündigte 3.000 Lumen. Sie braucht Netzstrom.

Die TrackFlex Floodlight WiFi bietet Motorisierung und Nachführung, ein 4K-Hauptobjektiv, ein Teleobjektiv und 3.000 Lumen. Auch sie braucht Netzstrom. Entscheide deshalb zuerst, ob du eine Stromleitung verlegen möchtest und motorisierte Nachführung brauchst.

Mein Eindruck vor dem Test

Für einen sonnigen Eingang oder eine Garageneinfahrt sehe ich einen sinnvollen Platz. Kamera und Beleuchtung zusammen, das integrierte Modul und lokale Speicherung gefallen mir. Entscheidend ist dein Standort: Bildausschnitt, WLAN und genug Sonne müssen an derselben Stelle passen.

Wenn ich sie bekomme, prüfe ich zuerst die Einschaltverzögerung, das Verhalten bei der Katze, Gesichter in Bewegung und den Akku bei regelmäßig genutztem Licht. Bis dahin findest du Daten und Angebot im Produktblatt zur Reolink Solar Floodlight Cam.

Reolink Solar Floodlight Cam mit integriertem Solarpanel Auf Lager
Grundpreis : ab 87,99 € bei Reolink
ab 83,59 € mit dem Code CARO51*

*Preis am 7. Oktober 2026 überprüft. Der Endpreis kann variieren.

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Hast du die Reolink Solar Floodlight Cam schon getestet?

Nein. Ich habe Dutzende Reolink-Kameras getestet, diese Solar Floodlight Cam aber noch nicht erhalten. Der Artikel beschreibt ihre technischen Daten und meine Erwartungen. Er enthält keine eigenen Messungen an diesem Modell.

Ist das Solarmodul integriert oder getrennt?

Das 3-W-Modul ist integriert, fest und nicht abnehmbar. Die Kamera muss deshalb an einem Standort mit passender Sonne sitzen. Reolink nennt zusätzlich die Möglichkeit, ein externes Solarmodul anzuschließen.

Garantiert eine Stunde Sonne unbegrenzte Laufzeit?

Nein. Reolink empfiehlt mindestens eine Stunde direkte Sonne täglich. Jahreszeit, Ausrichtung, Erkennungen und Beleuchtung beeinflussen das Gleichgewicht. Gerade für deutsche Wintertage solltest du den Standort und Akkustand prüfen. Die drei Monate Laufzeit sind eine Herstellerangabe, keine Messung von mir.

Kannst du verhindern, dass die Katze das Licht auslöst?

Die Dokumentation beschreibt, den allgemeinen Floodlight-Modus auf Close zu setzen und danach Light Alarm für Personen und Fahrzeuge zu aktivieren, ohne Tiere auszuwählen. Der PIR bleibt aktiv. Die App-Bezeichnungen können je nach Sprache abweichen. Wie gut die Klassifizierung klappt, möchte ich vor Ort testen.

Brauchst du ein Abonnement zum Speichern?

Für lokale Speicherung nicht. Du kannst eine microSD bis 512 GB, einen kompatiblen Home Hub oder einen kompatiblen Reolink-NVR verwenden. Prüfe Hardware und Firmware. Speicherzubehör musst du gegebenenfalls separat einplanen.

Nimmt sie rund um die Uhr auf?

Das offizielle Datenblatt nennt Ereignisaufnahmen. Die Verbindung mit einem Hub oder NVR ist bei dieser Akkukamera keine Garantie für kontinuierliche Aufnahme.

Können Hinweise trotz lautlosem Telefon hörbar sein?

Die von Reolink dokumentierten kritischen Hinweise sind unter iOS mit den notwendigen Berechtigungen und Einstellungen verfügbar. Dieselbe Funktion würde ich nicht unverändert für jedes Android-Gerät versprechen.

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Batterien, Solar, Ausbau, Sicherheit. Unsere Erfahrungen nach Monaten im echten Einsatz, und was wir nicht noch einmal kaufen würden. Eine E-Mail, wenn wir wirklich etwas getestet haben, nicht vorher.