Die Isle of Skye mit dem Wohnmobil besuchen: Ein ehrlicher Leitfaden
Nun, seien wir von Anfang an ehrlich. Von der Isle of Skye hatten wir wie alle anderen gehört: Land der Feen, magische Landschaften, geheimnisvolle Ne...
Nun, seien wir von Anfang an ehrlich. Von der Isle of Skye hatten wir wie alle anderen gehört: Land der Feen, magische Landschaften, geheimnisvolle Ne...
Die 4 weniger bekannten Stopps auf der NC500 in einem Campervan: Tain (Ross-shire), Golspie (Sutherland), Berriedale (Caithness) und Motherwell (Lanar...
Reiseroute für Wohnmobile in Fife (Ostküste Schottlands): Dunfermline, die ehemalige königliche Hauptstadt, Kirkcaldy mit Blick auf den Firth of Forth...
Wir kamen aus den Niederlanden herüber, und was folgte, wurde zu unserem bisher intensivsten Vanlife-Kapitel. Schottland fordert dich, mit Wetter, engen Straßen und Mücken, und belohnt dich dann mit Landschaften, die dir den Atem nehmen.
In Edinburgh standen wir günstig, radelten den Hügel hoch zum Botanischen Garten und starrten auf die gotische Skyline, auch wenn eine App unsere französische Bankkarte partout ablehnte. In Glasgow besuchten wir eine Freundin im West End, tranken Cocktails in einer entweihten Kirche und aßen scharfe Muscheln im Stravaigin.
In Stirling stiegen wir zum Wallace Monument hoch und sparten uns das teure Schlossticket, und genau hier begann unsere leidige Saga ums Nicht-Anspringen, als Edouard an einem Feiertag streikte und erst Monate später in Portugal geheilt wurde. Die sanften Hügel waren ein guter Auftakt für alles, was kam.
Die Grafschaft Fife war ein sanftes Aufwärmen mit guten Frühstücken, in St Andrews weckten uns die Möwen vor der Ruinenkathedrale, und in Arbroath standen siebzehn Camper hinter einem Übernachtungsverbotsschild, während die Einheimischen seelenruhig ins eiskalte Wasser sprangen. Der geräucherte Schellfisch dort ist eine eigene Anreise wert.
Nahe Stonehaven thront die Burg von Dunnottar auf uralten Klippen, wo einst die schottischen Kronjuwelen vor Cromwell versteckt wurden und bei Ebbe Robben auftauchen. In Ballater erlebten wir unsere ersten Highland Games mit Dudelsackkapellen und Männern im Kilt, die ganze Baumstämme umkippen ließen, dazu einen ehrlich gesagt ziemlich miesen Black-Angus-Burger.
In den Cairngorms standen wir auf einem einsamen Bauernhof und lernten Jimmy den Esel kennen, dazu das Pony Echo und ein paar Lamas. Balmoral war geschlossen, weil die Königin gerade zu Residenz war, doch die Wachen ließen uns die Corgi-Kuscheltiere filmen. Am Loch Ness verloren wir dann unsere Drohne im Wasser und kauften in Inverness teuren Ersatz.
Nördlich von Inverness wird die NC500 vollends kinoreif, mit Schafen mitten auf der Fahrbahn. In Wick aßen wir Fasan im französischen Restaurant am Hafen, und an John o’Groats überkam uns dasselbe Ende-der-Welt-Gefühl wie einst in Sagres. Bei Durness und Tongue spannte sich ein Regenbogen über das Moor, und wir erlebten vier Jahreszeiten in Minuten.
In Lochinver gab es Langustinen, Muscheln und Gin, und ein französisches Paar schickte uns mit einer Flasche Wein weiter zu einem Maler namens Willy. In Ullapool schlug der geräucherte Schellfisch-Wrap der Seafood Shack jedes Fish and Chips, auch wenn die Midges uns danach im Van festhielten.
Ehrlich gesagt war Skye unsere kleine Enttäuschung, die Fairy Pools überlaufen und schlammig, der Kilt-Rock-Wasserfall in der Dürre nur ein dünnes trockenes Rinnsal. Gerettet hat es das bunte Portree mit seinem Misty Isle Gin. Auf Harris wurde es emotional, wir kamen nachts mit Fernlicht an, weil das Armaturenbrett ausfiel, Willy war zu krank für ein Treffen und verstarb später, doch auf der Fähre zurück begleiteten uns Delfine.
Wildcampen ist in Schottland unter dem Scottish Outdoor Access Code legal, anders als im Rest von UK, wo ganz andere Regeln gelten. Auf den Single-Track-Straßen musst du die Ausweichbuchten-Etikette beherrschen, das Wetter bringt vier Jahreszeiten in einer Stunde, und gegen die unerbittlichen Midges an den Lochs in der Dämmerung hilft nur ein Kopfnetz.